Richtfest für neue Messehallen

Grüne Sicherheitsnetze unter dem Dachgerüst schützen die Arbeiter am Boden vor herabfallenden Gegenständen

Der Bau der beiden neuen Messehallen, die der BAU ab 2019 rund 20.000 Quadrat­meter zusätzlicher Fläche bringen werden, geht voran. Am 20. Juni wurde Richtfest gefeiert. Bereits zur Umwelttechnologiemesse IFAT, die im Mai 2018 stattfindet, sollen die beiden neuen Hallen nach zwei Jahren Bauzeit fertig sein.

Mit den Neubauten wird das Aus­stel­lungs­ge­lände der Messe München nach den ursprünglichen Plänen fertiggestellt. Dann verfügt das Gelände über 18 Hallen mit zusammen 200.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, dazu kommen rund 400.000 Quadratmeter Freigelände. Die Kosten von rund 105 Millionen Euro finanziert die Messe aus eigener Kraft, ohne Zuschüsse der Gesellschafter.

Seit dem ersten Spatenstich am 28. Juni 2016 erfolgten Schritt für Schritt die einzelnen Bauabschnitte. Die Bauarbeiter hoben zunächst die Gräben für die Ingenieurgänge beider Hallen aus. Stahlbetonbauer flochten schwere Stangen zu riesigen Gitternetzen. Diese Gitternetze dienen als Grundgerüst für die Betonwände. Nach und nach wuchsen die Wände der Hallen C5, C6 und des Conference Center Nord in die Höhe. Unweit der Baustelle montierten Arbeiter zudem mehrere Monate lang die Gestänge für die neuen Hallendächer vor. Diese wurden anschließend in Spezialtransporten zur Baustelle gebracht. In einem nächsten Schritt setzte das Bauteam die insgesamt 26 Dachträger der Hallen C5 und C6 per Kran auf. Insgesamt werden 5.700 Tonnen Stahl für die beiden neuen Hallen und das daran anschließende Conference Center Nord verbaut.

Beim Umzug auf das neue Gelände in München-Riem hat die Messe 1998 mit zwölf Hallen begonnen, 18 waren schon damals für den Vollausbau vorgesehen. „Schon jetzt sind bei vier Weltleitmessen alle Hallen ausgebucht: zur bauma, BAU, IFAT und ISPO“, berichtete Messechef Klaus Dittrich bei der Richtfest-Zeremonie. „Auch aus dem Ausland steigt die Zahl der Aussteller und Besucher bei uns in ­München kontinuierlich an.“ Aus Sicht von Bayerns Wirtschaftsministerin und stellvertretender Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Messe München, Ilse Aigner, sind die beiden Hallen „wichtige Schritte in eine erfolgreiche Zukunft“. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, erklärte: „Die Messe trägt dazu bei, dass die ganze Region prosperiert.“

Auch bei der BAU sind die verfügbaren Hallenflächen seit Jahren komplett ausgebucht. „Das konnten und wollten wir uns langfristig nicht leisten“, erklärt der verantwortliche Messe-Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer. „Die beiden neuen Hallen geben uns die Möglichkeit, die Warteliste zumindest teilweise abzubauen und auch neue, zukunftsweisende Themen in die BAU zu integrieren“ (vgl. dazu den Geländeplan).

  

 

Die Justierung der Dachträger erfordert viel Fingerspitzengefühl

Die Gestänge für die Hallendächer werden in Spezialtransporten zur Baustelle gebracht

Messe und Gesellschafter ziehen auch beim Richtfest an einem Strang: (v. l. n. r.) Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Messechef Klaus Dittrich, Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK München und Oberbayern