Wo die Aussteller der Schuh drückt

Wo drückt die Aussteller der Schuh, was könnte die BAU noch verbessern? Nach jeder Veranstaltung initiiert das BAU-Team eine so genannte Qualitätsmanagement-Befragung. Ergebnis diesmal: Auf- und Abbau, Laufzeit, Verkehr und Parksituation – das sind die Themen, welche die Aussteller der BAU 2017 ganz besonders beschäftigen.


Die Befragung fand im Februar und März statt. 748 Aussteller beteiligten sich, was einer Rücklaufquote von 38 Prozent entspricht – ein sehr hoher Wert für eine E-Mail-Befragung.

Ganz oben im Ranking der Kritikpunkte: die Auf- und Abbauzeiten. Viele Aussteller stören sich daran. Fakt ist aber: „Seit der BAU 2011 haben sich die Auf- und Abbauzeiten nicht verschlechtert, teilweise konnten wir sie sogar verbessern“, so Mirko Arend, Projektleiter der BAU. Was die BAU 2017 angeht: Hier herrschte wegen des Baus der neuen Hallen C5 und C6 eine Ausnahmesituation: „Die Logistik rund um die Baustelle hat uns speziell beim Abbau im Bereich der C-Spange vor sehr große Herausforderungen gestellt, die wir leider nicht alle optimal gemeistert haben.“ Die betroffenen Aussteller kritisierten die teils sehr langen Wartezeiten für LKWs, speziell an den ersten beiden Abbautagen. Die Situation verbessern soll 2019 die Einführung eines IT-gestützten Logistiksystems. Eine exklusive Vorparkfläche für Aussteller der C-Hallen soll die Situation zusätzlich entschärfen. Zudem werden Lotsen bereitstehen, die den LKWs den kürzesten Weg zu den Beschickungshöfen weisen. Trotz aller Maßnahmen werden „die Auf- und Abbauzeiten auch 2019 eine Herausforderung bleiben“, so Mirko Arend.

Auch die Messelaufzeit von sechs Tagen wird immer wieder beanstandet. Der Samstag sei überflüssig, meinen einige Aussteller. Klare Antwort des BAU-Teams: Eine Verkürzung auf fünf Messetage ist nicht vorgesehen. Die Begründung von Mirko Arend: „Vielen kleineren und mittelständischen Betrieben bietet nur der Samstag die Chance für den Besuch der BAU.“ Zudem sei die BAU bereits bei der aktuellen Laufzeit an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. „Diese Situation würde sich durch eine Verkürzung noch verschärfen.“

Ein weiteres Ärgernis war für viele Aussteller, die sich an der Umfrage beteiligt haben, die Verkehrssituation rund um das Messegelände. Einige berichten von langen Wartezeiten, insbesondere bei der Abfahrt vom Gelände. „2017 war das Verkehrsaufkommen tatsächlich besonders hoch, weil überdurchschnittlich viele Aussteller und Besucher das Auto benutzt haben“, erklärt Mirko Arend. Für 2019 ist geplant, Parkflächen in den umliegenden Gemeinden anzumieten und einen Shuttle-Verkehr zum Messegelände einzurichten – „das macht auch die Baumaschinenmesse bauma mit großem Erfolg“. Eine weitere Option: umsteigen auf die U-Bahn. Hier wird zu den Hauptverkehrszeiten ein Drei-Minuten-Takt anvisiert.

Bei der Qualitätsmanagement-Befragung ist Kritik ausdrücklich erwünscht – was Lob nicht ausschließt. Tatsächlich gibt es auch Aussteller, und das sind nicht wenige, die wunschlos glücklich sind. Das hört sich dann etwa so an: „Es war alles super!“ Wir sagen: Danke!